Alarmierend

36 % der 14 - 17 jährigen trinken einmal oder mehrmals pro Monat Alkopops. Immerhin 12 % kommen sogar einmal pro Woche in den Genuss und 8 % der Neukunden sind Kinder und Jugendliche, die keinen "normalen" Alkohol mögen.

*Quelle: Süßes Gift

 

 

 

 

 

Alkopops - Die süffigen Getränke (II)

Zielgruppe

Ursprünglich sah das Konzept junge Frauen als Zielgruppe vor. Doch der limoartige Geschmack führt dazu, dass vor allem Kinder und Jugendliche zu den Alkopops greifen. Besonders Mädchen mögen diese Mixgetr&aumL;nke, da durch den hohen Zuckergehalt der Alkoholgeschmack übertüncht wird.

Verlockende Werbestrategien der Hersteller

Gerade weil ein Rückgang der klassischen Alkoholika zu verzeichnen ist, kommt es den Herstellern gerade recht, dass sie mit dem beliebten Kultgetränk neue Kunden werben. Das in diesem Fall die Kinder und Jugendliche angesprochen werden, stört sie dabei nicht – hauptsache der Absatz stimmt. Ein peppiges Flaschendesign, coole Sprüche und knallige Farben sorgen für ein Jugendliches Image der Alkopops. Auf dem ersten Blick wirken die bunten Mixgetränke wie eine harmlose Limonade. So entsteht leicht der Eindruck Alkopops seien harmlose Durstlöscher.

Die Werbung spiegelt die Lebenswelt der Jugendlichen wieder. Was dazu führt, dass sie sich sehr gut damit identifizieren können. Durch die vielfältige Sortenauswahl findet jede Clique sein eigenes Getränk. Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe wird gestärkt und man grenzt sich gleichzeitig von anderen ab. Insbesondere von den Erwachsenen, die keine Alkopops trinken, weil es ihnen einfach zu süß schmeckt. Außerdem gilt allgemein unter den Jugendlichen, dass es "trendy" und "cool" ist, mit so einer Flasche herum zu laufen.

Was macht die Alkopops so gefährlich?

Alkopops sind süß und gefährlich. Der hohe Zuckergehalt verdeckt den Alkoholgeschmack. Es besteht die Gefahr die Alkopops wie eine harmlose Limonade zu trinken. Zudem begünstigen der enorme Zuckergehalt ( entspricht 15 Stück Würfelzucker) und die Kohlensäure eine schnelle Aufnahme des Alkohols ins Blut. Somit wird den Kindern und Jugendlichen ermöglicht- im Gegensatz zu den klassischen Alkoholika - innerhalb kürzester Zeit große Mengen Alkohol aufzunehmen. Da sich der Körper noch in der Entwicklung befindet reagieren Kinder und Jugendliche äußerst empfindlich darauf. Hierbei spielen das geringe Körpergewicht sowie die unzureichende Bildung des Enzyms, welches für den Abbau des Alkohols verantwortlich ist, eine entscheidende Rolle.

Es besteht die Gefahr des Alkoholrausches, der in den meisten Fällen zu einer Alkoholvergiftung führt bis hin zur Atemlähmung oder sogar zum Tod. Des weiteren wird durch häufiges Trinken die Entwicklung der Gehhirnzellen erheblich gestört. Folgen sind Verluste der Merkfähigkeit und der Gedächtnisleistung, sowie Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen. Außerdem führen Rauschzustände zu einem unkontrollierten und aggressiven Verhalten.

 
 
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© by Suzanne Fritsch