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Kinderlebensmittel - eine kritische Betrachtung
Tipps zum Einkauf
Nur um dem wöchentlichen Kampf, um diese heißbegehrten Kinderlebensmittel aus dem Wege zu gehen, kann man nicht immer einen Babysitter engagieren und allein einkaufen gehen. Vielmehr bedarf es einer geschickten Strategie der Eltern, den Einkauf zusammen mit den Kindern so ruhig wie möglich zu gestalten.
- So lange die Kinder noch sehr klein sind und sie in die Sitze des Einkaufswagens passen, sollte die Möglichkeit auch genutzt werden. Geben Sie dem Kind etwas zu spielen. Egal ob es ein Tütchen ist, welche knistert oder etwas anderes. So sind die Kleinen abgelenkt.
- Werden die Kinder älter haben Sie verschiedene Möglichkeiten. So können Sie dem Kind Aufgaben geben, welches es zu erledigen hat. Z.B. "Holst du mir eine Packung Milch?"; "Suchst Du uns heute ein Brot aus?" oder "Halte mal bitte diese Packung fest". Kinder brauchen Beschäftigung.
- Kann das Kind schon etwas zählen oder weiß es genau, was es möchte, dann können Sie ihm etwas Taschengeld geben. Von diesem darf es sich etwas aussuchen. So lernt es mit dem Geld zu haushalten und erfährt spätestens dann, dass man auch für Süßigkeiten bei anderen Wünschen zurückstecken muss.
- Kinder, welche schon im Schulalter sind verstehen es auch sehr gut, wenn man ihnen im Ruhigen erklärt, dass die Mami gerade nicht so viel Geld hat, damit Sie die Schokolade kaufen kann, denn sie brauchen auch etwas Ordentliches zu essen.
- Gehen Sie nie mit leerem Magen einkaufen! Das gilt für die Kinder, als auch für Sie als Elternteil. Das verlockt nur beherzt zuzugreifen.
- Machen Sie sich einen Einkaufszettel, auf dem alles zu finden ist, was Sie brauchen. So geht es mit dem Einkauf schneller und kürzere Suchzeiten, verleiten die Kinder erst gar nicht nach Süßem zu suchen und zu quengeln.
- Steht Ihr Kind am Warenregal und möchte etwas Süßes haben, dann gewähren Sie auch einmal. Fragen Sie ihr Kind auf was es Appetit hat, ob auf Schokolade oder Gummibärchen und wählen Sie aber das Produkt aus.
- Nutzen Sie wenn möglich den Wochenmarkt. Hier gibt es immer frisches Obst, Gemüse, Brot, Wurst und Käse. Hier gibt es keine Verleitung durch Süßes o.ä..
Was Kinder wollen – Das Wichtigste zum Schluss
Kinder wollen Spaß am Essen haben! Bunt und fröhlich muss es sein!
Um dem gerecht zu werden, bedarf es zwar viel Fantasie, aber die Kinder werden es mit strahlenden Kinderaugen danken. Milchschnitte und Co sind dann schnell vergessen, denn bei Mama schmeckt es doch am Besten. Hier noch ein paar allgemeine Tipps zum Schluss:
- Geben Sie den selbsthergestellten Speisen Fantasienamen, wie Monsterbacke, Roter Teufel, Möhrchendrink u.a.! Besonders die Kleinen lieben dieses sehr.
- Versuchen Sie spielerisch zu arbeiten und geben Sie dem Essen neben Namen auch ein Gesicht! Schnitzen Sie aus Obst oder Gemüse kleine Figuren! Bspw. können Sie aus Radieschen kleine Mäuse zubereiten, welche zwischen dem Käse umherlaufen. Auch eine kleine Gurkenschlange, welche sich über den Teller schlängelt wird schneller gegessen, als nur dahingelegte Gurkenscheiben.
- Kinder lieben Rituale, zu denen nicht nur für Gläubige das Tischgebet zählt. Nein, auch kleine Sprüche oder ein gesungenes Lied können schon helfen sich auf das anstehende Essen einzustellen. Zu den typischen Ritualen zählt aber auch die Weihnachtsgans zu Weihnachten oder das Eierbemalen zu Ostern.
- Stellen Sie Joghurt oder süße Quarkspeisen selbst her, dann füllen Sie diese in kleine bunte Becher ab! Kinder mögen es, wenn es bunt ist.
- Gibt es die Möglichkeit zum Selbstanbauen und Züchten sollte dies zusammen mit den Kindern getan werden, das schult nicht nur, es macht auch Spaß und schmeckt gleich viel besser. Einfache Petersilie im Blumentopf ist ein guter Einstieg.
- Gerade Früchte und Gemüse werden eher gegessen, wenn sie mundgerecht vorbereitet werden. Kleine Obstspieße oder Gemüse zum Dippen sind sehr begehrt bei den Kleinen.
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