Die Durchführung einer gesunden Ernährungspraxis scheint durch viele
Faktoren erschwert zu werden!
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Motivation zur gesunden Ernährung
4. Einstellung zur gesunden Ernährungspraxis in der Bevölkerung und deren Durchführung
Laut Volker Puder stieg das Ernährungsbewußtsein und die
Sensibilität für Ernährungsfragen in der deutschen
Bevölkerung in den letzten Jahren an, ohne das sich jedoch ihr
Ernährungsverhalten nachhaltig geändert hat. Die Menschen essen
weiterhin zu fett, zu salzig und zu viel. Sie nehmen zu viel Süßes zu
sich und trinken zu viel Alkohol. Wie kommt es aber, dass es solch ein tief
klaffendes Loch zwischen dem Wissen und der Durchführung einer gesunden
Ernährungsweise kommt. Was macht es für die Bevölkerung so schwer,
auf ihre Ernährung zu achten und somit Zivilisationskrankheiten vorzubeugen?
"Essen" und "Ernährung" synonyme Begriffe?
Umfragen haben ergeben, das die Menschen unterschiedliche Dinge mit den
Begriffen "Ernährung" und "Essen" verbinden. Ersteres
wird eher als kognitiv, rational und gesundheitsbezogen angesehen und bezieht
sich mehr auf den Fachbereich. Das Wort "Ernährung" lenkt somit
die Gedanken mehr auf Inhaltsstoffe, Gesundheitsgrad, schonende Zubereitung und
bedeutet für viele weniger Genuß. Das Wort "Essen" dagegen
verbinden die Menschen mit Genuß und positiven Emotionen.
So kommt es, dass die Menschen bei der Nahrungsmittelauswahl eben weniger auf
die Gesundheit und Fitneß (43%) achten, sondern eher nach Kriterien, wie
Geschmack und Frische (90%), Haltbarkeit (60%), umweltbewußte Produktion
/ Verpackung (49%) und Preis (48%) gehen (Wiegand & Schnäckel, 1998).
Die Auswahl der Lebensmittel wird demzufolge hauptsächlich vom Geschmack
gelenkt, was auch bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen ist. Diese gaben bei
einer Umfrage an, dass sie Fast Food, Süßigkeiten, Knabbereien und
süße Speisen eher zu den Lieblingsspeisen zählen würden.
Außerdem zeigt die Umfrage auch, dass Cola und Limonaden beliebter sind
als Milch oder Kakao.
"Ernährung" ein Kommunikationsproblem
Wie bereits anfangs erläutert wurde, nutzen die Deutschen vorrangig Medien,
wie das Fernsehen, Radio, Zeitschriften und Tageszeitungen als Quellen für
die Informationsbeschaffung zum Thema "Gesunde Ernährung". In der
Tat haben sich die Medien das Thema zu einem wichtigen Bestandteil ihres
Programms gemacht, denn das Interesse an mehr Fitneß, Gesundheit und
Wellness ist gerade in den letzten Jahren gestiegen.
So bietet das Fernsehen z.B. regelmäßige Sendungen an, wie
"ServiceZeit - KostProbe" (WDR), "Hobbythek" (WDR) oder
"Hauptsache gesund" (MDR) an, in denen die Ernährung von tausend
Seiten beleuchtet wird. Auch in Zeitschriften jagt eine Diät die Andere.
So strömt eine Vielzahl von Informationen täglich auf die Verbraucher
ein und es kommt zu vielen Widersprüchlichkeiten. Die Verwirrungen nehmen
zu und die Verbraucher reagieren deshalb oft aggressiv, sie resignieren oder
sind demotiviert.
>> Einleitung
>> 1. Was kennzeichet eine gesunde Ernährungsweise?
>> 2. Warum ist eine gesunde Ernährung so wichtig?
>> 3. Das Wissen der Bevölkerung
>> 4. Einstellung zur gesunden Ernährungspraxis
>> 5. Motivation zu einer gesünderen Ernährungsweise
>> 6. Quellen
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