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Zimt - Nur ein Weihnachtsgewürz ?
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Gerade jetzt in der Weihnachtszeit steigt wieder aus allen Ecken der sinnliche Duft verschiedener Gewürze in unsere Nasen. Wir erinnern uns an vergangene Weihnachten, vor allem an die der eigenen Kindheit. Wir besinnen uns etwas mehr auf uns selbst und verwöhnen uns mit allerlei süßen und herzhaften Dingen.
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Aber was wären all diese Dinge ohne die typischen Weihnachtsgewürze? Koriander, Nelken, Muskat, Pfeffer, Anis und Vanille sind nur einige der typischen Gewürze die Jahr für Jahr unsere Umgebung und uns selbst verzaubern.
Gewürze besaßen schon immer die Fähigkeit zu überraschen, Sinnlichkeit und Begeisterung hervorzurufen sowie zum Träumen zu verleiten. Doch gerade Zimt gilt als das Gewürz des Paradieses, nicht zuletzt weil es Medizin und Genuss in sich vereinigt. Egal ob Bratäpfel, Apfelkuchen, Eis, Kaffee, Kakao, Plätzchen oder Kuchen... Zimt ist ein sehr beliebtes Gewürz, vor allem in der Weihnachtszeit. Der Ursprung des Zimtes liegt in Ceylon, in Sri Lanka, aus dem noch heute die beste Zimtrinde importiert wird. Erfahrene Köche wissen den typisch feinaromatischen, leicht pfeffrigen Geschmack zu schätzen. Während in den westlichen Ländern der Zimt eher geringfügig in der Küche, vor allem der süßen Küche, zum Einsatz kommt, nutzen zahlreiche andere Länder das Gewürz auch für herzhafte Gerichte.
Zimt ist ein Produkt des Zimtbaumes, der heute in Indien und anderen tropischen Ländern kultiviert wird. Dieser gehört der Familie der Lorbeergewächse an. Er besitzt lange, glänzende Blätter, weiße Blüten sowie kleine lila, schwarze Beeren. Genutzt wird die Rinde, welche getrocknet und zu Stangen aufgerollt nach Deutschland und andere Länder importiert wird. Aber auch in pulverisierter Form ist Zimt im Laden erhältlich. Gekauft werden sollte das Gewürz jedoch nur in kleinen Mengen, da sich schnell Aroma, Duft und Geschmack verflüchtigen. Das Aufbewahren in kleinen, geschlossenen Dosen, an dunklen, kühlen aber trockenen Orten kann hier das Lagern für einige Zeit möglich machen ohne große Verluste der typischen Eigenschaften befürchten zu müssen.
Wie viele andere Gewürzpflanzen auch, weist Zimt neben den würzenden auch medizinische Eigenschaften auf. So sagt man ihm stimulierende Eigenschaften nach, welche vor allem auf die ätherischen Öle Zimtaldehyd und Eugenol zurückzuführen sind. So soll das beliebte Gewürz die Blutzirkulation vor allem im Bereich der Zehen und der Finger anregen oder auch die Menstruation der Frau. Zum Einsatz kommt Zimt unter anderem auch bei Blähungen, Krämpfen, Verdauungsproblemen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Will man mit Hilfe der ätherischen Öle des Zimtbaumes seiner Gesundheit etwas Gutes tun, sollte dies nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, denn in großen Mengen aufgenommen kann es zu Vergiftungen kommen. Bei einer Grippe oder Erkältung kann aus der Zimtrinde ein Aufguss hergestellt werden. 2 bis 3 mal täglich eine halbe Tasse getrunken, sollen schnell die Beschwerden beheben. 2 bis 3 mal täglich ¼ TL Zimtpulver mit Wasser vermischt sollen dagegen einer schlechten Verdauung entgegen wirken.
Zimt ist also mehr als nur ein weihnachtliches Gewürz und sollte häufiger in der Küche zum Würzen von Gerichten zum Einsatz kommen. Doch auch wenn das herrliche Gewürz nur in der Adventszeit in Ihrer Küche seinen Platz findet, können sie Plätzchen, Aufläufe, Bratäpfel, Eis oder auch Getränke mit einem guten Gewissen genießen, mit dem Gedanken auch etwas für Ihre Gesundheit getan zu haben. Auch wenn wie bei allem hier gilt: Alles nur in Maßen, denn die Kalorien und der Zucker, gerade in Süßspeisen, verschwinden auch durch solch ein herrliches Gewürz nicht.
Autor: Antje Leißring (1.12.04)
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